Neuer Stasi-Fall in der Stasi-Unterlagenbehörde ist erschütternd
BERLIN. Zum Rücktritt des Personalratschefs der Behörde "Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik" (BStU) erklärt der kulturpolitische Sprecher und Berichterstatter für das Stasi-Unrecht der FDP-Bundestagsfraktion Reiner DEUTSCHMANN:
Es ist erschütternd, dass erst jetzt bekannt wird, dass der höchste Personalvertreter der Stasi-Unterlagenbehörde als IM für die Stasi gearbeitet hat. Ich appelliere an die alte und bald neue Leitung der BStU, diesen Vorfall zum Anlass zu nehmen, endlich sicherzustellen, dass keine Stasi-Täter in der BStU arbeiten und schon gar nicht in verantwortliche Positionen gelangen. Stasi-Täter in der BStU zu beschäftigen, ist ein Schlag ins Gesicht der zahlreichen Opfer und eine Demütigung. Bedauerlich ist, dass dies nicht der erste Fall von Stasi-Mitarbeitern in der BStU ist. Zuletzt vor vier Jahren stellten Prof. Dr. Hans Klein und Prof. Dr. Klaus Schroeder im Auftrag des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien fest, dass mehrere ehemalige Mitarbeiter der Stasi in der BStU arbeiten und forderten schon damals eine konsequentere Aufklärung innerhalb der Behörde.






