Fusion von National-Ensemble und Volkstheater nur mit Grundlagenvertrag
Die von der Domowina ins Gespräch gebrachte Fusion des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters mit dem Sorbischen National-Ensemble könnte unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren und zu einer Bündelung der künstlerischen Potentiale führen. Da der Bund mitfinanziert, müssen jedoch zuallererst verfassungsrechtliche Bedenken ausgeräumt werden. Zweitens ist ein ausgereiftes Konzept erforderlich, das die Aufgaben beider Institutionen klar umreißt, insbesondere in welchem Umfang sie überregional und international agieren sollen. Ebenso muss vor der Fusion die Struktur des Sorbischen National-Ensembles auf der Grundlage von kulturpolitischen und konzeptionellen Kriterien neu ausgerichtet werden. Denn oberster Grundsatz bei der Schaffung der neuen Struktur müssen Funktionalität und Effektivität sein. Dazu gehört beispielsweise, dass die Mehrheit für die neu zu schaffende Einrichtung beim Landkreis Bautzen liegt.
Die Zuschüsse der Stiftung für das sorbische Volk und die damit verbundenen Aufgaben für die sorbische Kultur sind in einem langfristig angelegten Vertrag festzuschreiben, um eine entsprechende Planungssicherheit für das Ensemble zu gewährleisten. Bei all diesen Überlegungen ist zu sichern, dass die am Deutsch-Sorbischen Volkstheater hervorragend gelebte Zweisprachigkeit erhalten bleibt.5.3.2010






